Die 7 Gezeichneten

Goldene Blüten auf blauem Grund

Reorganisation

Nach ihrer bislang größten Niederlage hatten die Gezeichneten einiges vor sich. Zum einen mussten sie erkennen dass Borbarad (mögen die 12e ihn vernichten) durchaus mehr Gefolge zusammengetragen hatte als sie erwartet hatten; zum anderen mussten sie mit dem plötzlichen Frieden zurechtkommen, der so unverhofft aber doch wohltuend so kurz nach dem “Blutbad von Andalken” auf sie hernieder ging.
Mittels Limbusartefakt strandeten sie irgendwo im südlichen Weiden, resozialisierten einen Goblin und machten sich schließlich auf den Weg in die Reichshaupstadt Gareth (Zitat Verian: “Wenn sie es schon Kaiserstadt nennen, dann sollte es auch danach aussehen, so wie Vinsalt; die Stadt is’ nämlich wenigstens noch schön. Gareth is’ nur unübersichtlich”).

Dort angekommen berichteten sie sowohl dem obersten Inquisitor, Amando da Vanya, als auch dem Reichsgroßgeheimrat Dexter Nemrod von den Streitkräften die der Dämonenmeister gesammelt hatte. Beide nahmen die Neuigkeiten mit Bestürzung zur Kenntnis, sahen sich jedoch außer Stande sofort weitere Maßnahmen zu ergreifen.

In der Hoffnung auf mehr Tatendrang zu stoßen reisten die Helden weiter gen Perricum, um ihre alte Freundin, das Schwert der Schwerter, Ayla von Schattengrund von den neuen Informationen in Kenntnis zu setzen. Doch als sie die Löwenburg in Perricum erreichten mussten sie feststellen, dass Ayla kurz vorher gen Gareth abgereist war; eine unwillkommene Wartezeit brach für die Helden an.

Tage später. Die Admiralität wurde benachrichtigt, erkannte die Bedrohung aber nicht als solche an. Des Weiteren hatte die ortsansässige Schule der Austreibungen (Magierakademie) Kontakt mit den Helden aufgenommen – es ging sich um versuchten Diebstahl des “Großen Buch der Abschwörungen” wahrscheinlich durch borbaradianische Spione. Die Nachforschungen der Helden in dieser Angelegenheit waren nicht einfach – und führte von geistig umnachteten Novizinnen über eine wahnsinnige Hexe letzten Endes doch zu einem Beweis von borbaradianischem Wirken; leider als es schon zu spät war. Die zuständige Archivarin verlor ihr Leben als der Feind sich wichtige Bücher einverleibte. Das einzige was als Spur geblieben war waren die Hinweise auf eine Magistra ya Menario und ihre elfische “Schülerin”, bei der es sich um keine geringere als Azaril Scharlachkraut handelte, und ein Brief in einem Buch, an eben jene Frauen von Galotta geschickt.
Der Brief befand sich auf einer Seite die den sogenannten Ogerbusch markierte (eine Region nördlich von Beilunk) und sprach von einem Treffpunkt am Arvepass.

Achmad’ayan Ankhrella Al’nurach Shaitanim!
(urtulamidisch für “Bring it on, Bitch!” Anm. des Chronisten)

Damit waren die Tage des Verharrens gezählt. Das Schwert der Schwerter kehrte zurück, und sie entschied sich ganz und gar nicht tatenlos zu sein. Nachdem die Helden berichteten, empfing Ayla eine schreckliche Botschaft aus Mendena, die vom Fall der dortigen Tempel kündete.
Die Schatten von Borbarads Machenschaften hatten sich damit manifestiert, der Dämonenmeister wagte nun nach Andalkan seine Offensive – der Krieg hatte begonnen.

In einer heiligen Zeremonie versetzte Ayla von Schattengrund die gesamte Kirche der Löwin in den Kriegszustand. Alle Geweihten waren in Bereitschaft, und auch die Helden wollten keine Zeit verlieren: es galt den Arvepass zu erreichen ehe die diebischen Jüngerinnen des Dämonenmeisters ihre Fährte verwischen konnten.

Mit gesattelten Pferden eilten sie in die Trollzacken – doch von ihrer Beute gab es kaum eine Spur; nur Graf Arve vom Arvepass, der von den Dienerinnen Borbarads einfach umgeritten worden war.
Nachdem sie mit Graf Arve geplaudert hatten verging jedoch nicht viel Zeit, ehe die Helden sich etwas Großem entgegenstellen mussten: 2 Irrhalken kamen vom Himmel herab und stürzten sich auf den “Schutzpatron” des Passes, dem großen Greifen Herofan. Mit vereinten Kräften schafften die Helden und der Greif es die unheiligen Diener Blakharaz’ zu vernichten.
“Nehmt dies und verkündet Hoffnung”, so sprach Herofan ehe er den Helden eine seiner Federn überreichte und darauf wieder zu seinem Horst zurückkehrte um neue Kraft zu schöpfen.

Und die Jagd geht weiter

Auf dem Arvepass war nichts von den Gejagten zu finden, und so trafen die Helden in Beilunk ein um sich neu umzuhören. Neben der ein oder anderen brauchbaren Information fanden sie dort auch Gehör bei der Fürst-Illuminata von Beilunk, der sie zusammen mit der Greifenfeder auch Mut und frische Hoffnung überreichten – womit sie den Auftrag Herofans auch gewissenhaft nachgekommen sind.
Alle weiteren Hinweise verdichteten sich auf den Ogerbusch, ein Gebiet im Norden Beilunks das seinen Namen den dort ansässigen riesenhaften Menschenfressern verdankt.

Um eine Expedition in dieses gefährliche Gebiet zu planen wagten sich die Helden weiter nach Norden, bis in das Dorf Samaha (Name nicht ganz klar. Anm. des Chronisten) welches knapp unterhalb des Ogerbuschs gelegen war. Doch dort blieb nicht genug Zeit um sich einen erfahrenen Führer für den Ogerbusch zu suchen, denn das friedliche Dorf wurde von einer verletzten Amazone erreicht. Diese berichtete vom Schrecken in Mendena und einem Söldnerheer, geführt von Ingolf Notmarker, das sich auf dem Anmarsch befände.
Schnell wurde die Frau verarztet und alle Dorfbewohner kratzten das Nötigste ihres Hab und Guts zusammen: es galt das Dorf so schnell wie möglich zu evakuieren – direkt in den Ogerbusch hinein.

Weit kamen sie nicht, denn noch am selben Nachmittag traf der Evakuierungstrupp auf ein paar Oger. Doch die riesenhaften Geschöpfe griffen nicht direkt, was Ithron genug Zeit gab um mit ihnen zu kommunizieren. Dabei erfuhr er dass die Oger keinen Streit mit den Dörflern suchten, aber es gäbe wohl andere Menschen die den Ogern stark geschadet haben; diese seien auf der Suche nach einem alten Relikt der Oger, der alten Keule “Ogerkreuz”. Jäh erinnert an Galottas Brief (in dem es um Ritualzubehör ging) und an den Ogerzug den der Reichsverräter bereits einmal verursachte war den Gezeichneten klar, dass sie die Suche nach dem Ogerkreuz unterbinden mussten. Es gab allerdings noch eine schrecklichere Erkenntnis: die feindlichen Söldner hatten das Dorf erreicht, und genau das war auch der Ort an dem das Ogerkreuz verborgen lag.
So schmiedeten die Helden einen Angriffplan…

Mehr als drei Oger!

Das Dorf war gefüllt mir Söldnern, Galotta, Azaril und der Magistra. Gegen Abend, zu spät um es noch zu verhindern, wurde schließlich das Ogerkreuz gefuden. Der alte Magier verlor keine Zeit und bereitete unverzüglich sein Ritual vor. Die Helden im Gegenzug blieben auch nicht untätig, und planten ihren Angriff um.
Dann, im Schutze der Dunkelheit, attackierten sie das Dorf.
Während Hjalmar die Magistra mit einem Windenarmbrust-Kukris-Gemisch ausschaltete (ein Hoch auf Ithrons Zielzauber!) und Arnas den Zorn Satuarias (und auch seinen) mit großen Schaufeln in Form eines Hagelsturms unter den Feinden verteilte, stürmten mehr als drei Oger (genauer gesagt 10) auf die Söldner zu.
Es war ein blutiger und erbitterter Kampf, doch letzten Endes gewannen die Helden.
Das Ogerkreuz war seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben worden.

Es gibt immer eine noch größere Armee…

Nachdem der Kampf vorüber war, machten sich die Helden daran die Amazone, welche zur Folterung an einen Pfahl gebunden worden war, zu befreien.
Nur widerwillig nahm sie ein paar Verbände an, um sich um ihre Wunden zu kümmern, den BALSAM von Ithron lehnte sie gar ganz ab.
Ihr Name war Ayla von Donnerbach, eine Schwertlöwin aus der Feste Kurkum, auf geheimer Mission der Amazonenkönigin. Laut ihrer Aussage war der Trupp, den die Helden zuvor zerschlagen (und zerschlitzt, verbrannt, ausgekühlt, vergiftet und aufgegessen) hatten, nur eine kleine Vorhut eines viel größeren Heerwurms, der auf dem Weg war, die Heimstätte der Amazonen auszulöschen.
Natürlich entsprachen die Helden dem Hilfegesuch der gestrauchelten Löwin und setzten ihren Weg nun Richtung Kurkum fort – nachdem sie Nostradamus in den Ogerbusch schickten, damit er zusammen mit dem Junker Sagat die Dörfler nach Beilunk in Sicherheit führen konnte.
Der geheime Weg nach Kurkum verläuft recht ruhig und rasch, bis die Gruppe an einem kleinen Bergsee eine Pause einlegt. Dort entdecken sie die zerfleischten Überreste einer Amazone; die Verantwortlichen für diese Gräueltat sind schnell gefunden: eine Hand voll Ghule, die sich in naheliegenden Höhlen versteckt hielten. Der Kampf gegen die grausigen Geschöpfe verläuft nicht besonders erfolgreich; letztendlich ergreifen die Helden die Flucht da die Ghule strategisch die bessere Lage für den Kampf haben.
Auch treffen sie noch auf den ehemaligen Abenteurer Brom und seine kleine Tochter, die sie mit nach Kurkum nehmen nachdem sie Ayla davon überzeugten dass es in einem der Dörfer vor Kurkum sicherer für de beiden sei als in einer Waldhütte auf dem Weg des Heerwurms.
Dann, nachdem sie etwa 3 Tage unterwegs waren, kamen sie in der Mitte des Rahjamondes in das Vildromtal, das Burg Kurkum beheimatet.

Welcome to Vildromtal-City, where the people are stupid and the horses are pretty

Es vergeht kaum eine Minute nach ihrer Ankunft, da werden die Helden bei Königin Yppolita von Kurkum vorstellig. Nachdem sie ihr von der Kriegslage berichteten, werden sie gebeten am nachfolgenden Kriegsrat in beratender Funktion teilzunehmen, was sie auch tun.
Im Kriegsrat fallen unter anderem auch die folgenden Entscheidungen:

  • Es wird keine offene Feldschlacht, da die Armee des Feindes auf 500 Mann geschätzt wird, ein vielfaches der Kurkumer Streitkräfte
  • Die Kriegsrösser werden behalten, alle nicht benötigten Pferde werden für Vorräte geschlachtet
  • Die Dörfler werden mitsamt ihren Vorräten in die Burg evakuiert
  • Das Burgtor muss repariert werden
  • Ein Spähtrupp soll über die genaue Stärke des Feindes Auskunft geben

Der schwarze Heerwurm rückt an.

Es gibt viel zu tun in und um Kurkum. Während die Amazonen die Burg in den Verteidigungszustand versetzen, und Platz schaffen um die umliegenden Bewohner des Vildromtals auf zu nehmen und ernähren zu können, fallen den Helden ganz unterschiedliche Aufgaben zu: Die Zugbrücke wird repariert, die umliegenden Dörfer werden benachrichtigt und evakuiert. Allein dies kostet die Helden mindestens 2 Tage und verlangt ihnen einiges an Nerven, Mühe und gutem Willen ab denn das Vildromtal ist für viele Dörfler nicht nur Heimat sondern auch Identität, und es fällt mehr als einem schwer dies alles “einfach so” zurück zu lassen – doch der Krieg fordert Tribut von jedem einzelnen. Und bereits jetzt häufen sich Vorzeichen auf die Vorboten des Dämonenmeisters. Die Gänse des Travia-schreins eines der umliegenden Dörfer werden gerupft und verstümmel aufgefunden. Die alte Borongeweiihte eines anderen Dorfes wird von Visionen geplagt, doch auch nach einer erneuten Einsegnung des örtlichen Boronagers, schwindet das ungute Gefühl nicht. Während Ithron die Dörfer besucht und Arnas die einzelnen Bewohner im Auge hält um mögliche Intrigenherde im vorneherein zu ersticken, kundschaftet Hjallmar die äußere und Verian die innere Umgebung der Burg aus. Beides fördert wertvolle Informationen zu Tage: Die strategische Verteilung von Wald und Flussverläufen wird von Hjallmar analysiert und ein erster Hinterhalt an einem Engpass über eine Brücke wird geplant, von dem sich auch die rondrianischen Amazonen überzeugen lassen. Verian indes, bringt einen Geheimgang aus der Burg in eines der Dörfer zunächst zum Vorschein und dann zum Einbruch, da man sich einig ist, dass dieses unnötige Risiko nicht getragen werden sollte (zumal Xeeran schon früher gegen Kurkum arbeitete und möglicherweise diese Information besitzen könnte).
Doch abseits all dieser Aufgaben gibt es noch etwas zu tun, dass nur die Helden bewerkstelligen können: Der Feind soll ausspioniert werden, um mehr Informationen über das anrückende Heer zu sammeln. Dazu reiten die Helden dem Heerwurm entgegen… und damit direkt ins Herz des Feindes….

Die weiße Hatz

Bereits nach anderthalb Tagen in den Ausläufern der Kurkum umfassenden Gebirgsketten, mussten die Helden feststellen, dass auch der Feind über Kundschafter verfügte. Während des nächtlichen Lagers wurde die Luft schlagartig kälter – niederhöllisch kalt. Hjallmar, dessen Verbindung mit seinem Zeichen Kälte zu seiner natürlichen Schwäche gemacht hatte, war nach nur wenigen Minuten erstarrt und wie eingefroren und die Gezeichneten mussten schnell feststellen dass ihr bärtiger Freund ihnen diesmal nicht helfen konnte. Und dann sahen die Freunde sie: Augen, Rot wie Blutdiamanten in der Finsternis, doch durchsetzt von gelben und schwarzen Punkten, die den Anblick chaotisch und unperfekt machten – dann ein Heulen, im ersten Moment an einen Wolf erinnernd doch schon kurz darauf ungleich furchbarer. Die Adern der Helden schienen zu gefrieren denn das Heulen ihrer noch immer unsichtbaren Feinde, vermittelte den Helden ein bestimmtes Gefühl, mehr als jedes andere: Die Bestien waren auf der Jagd, und die Helden waren ihre Beute. Doch so furchterregend die Hetzer auch erschienen, so viel Zeit ließen sie sich bis zum ersten Angriff. Sie schienen die Jagd, das Belauern und die Angst ihrer Opfer geradezu zu genießen. Sie warteten bis Ihre Opfer den Angriff förmlich herbeisehnten. Und dann war es soweit: Ein Sprung brachte die Bestie in Angriffsreichweite, ein weiterer war bereits genug um den ersten Angriff auszuführen. Die Fellfarbe der Wolfsähnlichen war grauweiß wie dreckiger Schnee, von den Geifern tropfe zähflüssige grüne Substanz. Verian wich dem Sprung nach unten aus so dass der Wanzt des Dämons kurz frei über ihm war, und stach zu. Ins Leere. “Sie können sich durch den Limbus bewegen” schrie Ithron ihm zu, der nun einen Zauberspruch vorbereitete. Zwei weitere der Höllenhunde setzten zum Angriff an – diesmal auf Arnas. “Kommt her!” schrie der Hexer Ihnen entgegen, und das taten Sie. Seine Fingernägel wuchsen zu Krallen an, und er hielt sein Kurzschwert mit festen Griff umfasst. Er parierte den Sprung des ersten mit seinem Schwert und drückte den Dämon zurück. Die wahnsinnigen Augen des Dämons trafen sich kurz mit denen des Hexers und die gelben Zähne schnappten nach vorne. Der Hexer hielt stand. “FULMINICTUS DONNERKEIL”, ein Unsichtbarer Blitz traf den Wolf in die Seite, woraufhin er aufjaulte und von Arnas abließ. Der zweite hatte einen Scheinangriff ausgeführt und wechselte nun auf Ithron, doch Arnas half dem Freund aus und fügte dem Ungeheuer eine Wunde in der Flanke zu, die binnen Sekunden wieder zuwuchs. “Gewöhnliche Angriffe zeigen gegen sie keine Wirkung” knurrte Ithron. Auch Verian war zu den anderen beiden geeilt, während Hjallmar immer noch wie starr auf dem Boden lag. Ein weiterer Gegner war aufgetaucht und sie umkreisten Ihre Oper, die nun Rücken an Rücken in der Mitte des Lagers standen. Dann ging das Feuer aus und es wurde schlagartig Dunkel, die Kälte hatte die Flammen eingerfroren, und die Hunde griffen an.
Ein Klacken auf dem Boden: Es war Ithrons Stab. Dann spürten alle drei eine Druckwelle und mehrfaches Jaulen ertönte um sie herum, überall da wo die Wölfe gegen den Schutzzauber des Magus gesprungen waren. Das Feuer ging wieder an. Um sie herum flimmerte eine Kuppel. “ich weiß nicht wie lange ich den Zauber aufrechterhalten kann, aber hier drin wird dämonisches Wirken unterbunden” erklärte Ithron den anderen Beiden, auch Hjallmar regte sich stöhnend auf dem Boden. Ithron hatte den Zauber nicht in diesem Moment gesprochen, sondern bereits vor der Mission in seinem Stab gespeichert, damit er in Notsituationen darauf zurückgreifen konnte doch jetzt war er verbraucht. Schließlich erlöste der Morgen die Helden denn die Dämonen schwächte der Blick Praios und sie zogen sich zurück… für dieses Mal.

Erster Feindkontakt

Die Helden mussten sich mehr als eine Nacht gegen die Dämonen verteidigen und so kamen sie schließlich mit viel zu wenig Schlaf und geschwächt auf eine Ebene die nicht bewaltet war. Ein Hügel versperrte Ihnen sie Sicht auf den Rest der Landschaft, und sie erklommen ihn. Als sie oben angekommen waren sahen sie, wonach sie gesucht hatte: Im Tal hinter dem Hügel lagerte der Heerwurm des Feindes.

“350 sind es bestimmt”, schätzte Hjallmar mit einem Blick auf das Zeltlager. Die Burg beheimatete ca 50 Amazonen, dazu höchstens noch 30 Wehrfähige aus den Dörfern, die Verteidiger waren also 6 zu 1 unterlegen, kalkulierte er im Kopf. Außerdem, können wir nicht ausschließen, dass es noch Reservetruppen gibt, während wir wohl nicht auf Hilfe hoffen können. Als hätte er seine Gedanken gelesen äußerte Ithron: “Ich denke ich werde es aussenden.” Hjallmar schaute verwirrt. Arnas schien zu ahnen was er meinte: “Zu den Zwergen meinst du?” Ithron nickte. Es war eine Frage, die ihn die letzten Tage über schon mehrfach gequält hatte. Er hatte mit seinem Zeichen vor kurzer Zeit eine neue Ebene erreicht, und gelernt unabhängig von ihm zu agieren. Es gab also die Möglichkeit sein Zeichen als Boten mit einer Nachricht zu den relativ nah gelegenen Zwergenreichen zu senden, und um Verstärkung zu bitten, doch es war ungewiss ob es rechtzeitig ankäme, außerdem hatte er es dann nicht auf der Burg zur Unterstützung. Ihm war einfach nicht wohl dabei seinen Freund nicht bei sich zu wissen. Die Entscheidung war ihm mehr als schwer gefallen, doch er war auch nicht dumm, ohne Hilfe war dies eine Aussichtslose Schlacht. Das sein Zeichen abgefangen werden könnte, glaubte er nicht. Ithron vertraute seinem Begleiter, und oft war er froh, dass sich das Zeichen der Harmonie ihn ausgesucht hatte, den Kampfmagier. “Runter!”, Verian riss ihn aus seinen Gedanken und drückte ihn zu Boden. Hjallmar und Arnas hatten es auch gemerkt. Eine Patrouille ritt den Berg hinauf. Verian gab den anderen ein Zeichen zurück zu bleiben und glitt auf dem Boden nach vorne, so dass er in Hörweite der Reiter kam.
“Notmarker? Pah, diesen Hund von einem Hauptmann vermisse ich nicht. Seine eigenen Leute hat er in den Tod getrieben zu Hunderten! Geschieht ihm ganz Recht, zur Hölle mit ihm!” –
“Ich hörte von einem Überlebenden er wurde mit Haut und Haaren gefressen, und das Herz soll er ihm rausgerissen haben”
“Humbuck! Wer sollte das getan haben?”
“Einer der Gezeichneten”, das letzte Wort flüsterte der Söldner, als traute er sich nicht es auszusprechen.
“Die Gezeichneten? Nie gehört” sagte der raubeinige Söldner, seiner Haut nach ein Maraskaner, oder zumindest ein Südländer.
“Ihr kämpft unter seinem Banner und kennt nicht seine größten Widersacher?”,
der Mann tippte sich dabei gegen das schwarze Symbol auf seinem roten Wappenrock.
“Wenn ihr im Kampf so Aufmerksam seid wie am Lagerfeuer, lebt ihr kurz!”
“Was interessiert mich das Banner unter dem ich kämpfe solange der Lohn stimmt?” erwiderte der andere spöttisch.
“Ich kämpfte schon früher mit Lutisana, sie ist eine fähige Heerführerin, und wenn der Lohn auf beiden Seiten stimmt, möchte ich sie lieber auf meiner Seite wissen, als gegen mich. Starke Feinde gibt es immer, aber ein Krieg wird nicht von einem Mann gewonnen.”

Verian schob sich langsam zurück, als die Reiter umkehrten und sowieso außer Hörweite Ritten. Interessant. Höchst interessant
Als er wieder bei den anderen war berichtete er seinen Freunden, was er gehört hatte:
“Es klang nicht danach, als hätten sie bereits einen Ersatz für Notmarker gefunden, aber der sieben Mal die Latrine runter gespühlte scheint seinem Heer eine Fähige Anführerin zur Seite gestellt zu haben.” Hjallmar dachte. Notmarker war wohl der Führer der Reiterei gewesen, das hieß für die Schlacht, dass die Reiterei schlechter aufeinander eingespielt war, als sie es normalerweise gewesen wäre. Notmarker war kein schlechter Kämpfer gewesen – nur eben schlechter als er. Hjallmar musste unweigerlich grinsen – gleichzeitig überkam ihn ein Gefühl von Übelkeit. Er hatte sein Herz gegessen, und es hatte sich gut angefühlt. Er schüttelte sich. Sie wussten beide, dass jetzt nicht die Zeit war, an etwas anderes als Schlacht zu denken. Er wurde wieder kälter in Gedanken. “Wir sollten noch weitere Informatioen sammeln.” knurrte er. Alle guckten Verian an. Verian warf entnervt die Arme in die Luft.
“Schon gut, ich mach’s ja.”
“Wir können uns ihnen am Waldrand nähren” schlug Arnas vor, “Ich könnte voraus fliegen und einen geeigneten Eingang in Lager für Veri fnden.”
Ithron schüttelte den Kopf: " Zu gefährlich, wir wissen nicht, ob sie Wachdämonen haben, die dich auch in der Luft aufspüren"
“Na toll” kam es aus Verians Mund.
“Du, mein Freund vermagst sogar Dämonen an der Nase herum zu führen” zwinkerte im der Maier zu. Verian schaute nachdenklich auf seine rechte Hand – oder ehr auf den silbernen Handschuh darüber.
“Was meinst du” – flüsterte er. Keine Regung.
Das heißt wohl nicht nein, seufzte er.
Naja, er konnte nicht leugnen, dass er sich auf die Herausforderung irgendwie ah freute – zumindest jetzt noch, bevor er drin steckte.

Die Helden umrundeten das Lager der Feinde durch den Wald. Es war Abend und Verian wollte sich grade bereit machen, seine Mission zu erledigen, da kam plötzlich Bewegung ins hintere Teil des Lagers. Verian horchte in die Dunkelheit. Während der Großteil der Soldaten schlief, passierte im hinteren Teil des Lagers etwas anderes. Er hörte ein unheilvolles Schaben. Das Geräusch von Menschen, die mit Händen ein Erdloch gruben. Ithron war bleich geworden: “Sie haben Untote!”

[…]

In der Falle/Zurück nach Kurkum

- Es stellt sich heraus, dass das Heer am Tag reist und die Untoten in der Nacht aufschließen. Verian unternimmt seine Mission trotzdem und trägt erste Informationen zusammen.
– Die Helden werden vom Heer überraschend überholt und Ihnen wird der Rückweg abgeschnitten. Unter Umständen und dem Verlust ihrer Pferde schaffen sie es sich in einen Flusslauf abzuseilen und so das Lager zu umgehen.

- Arnas belauscht den wohl bekannten Feind Xeeran mit einem Nekromanten namens Sulman al Venish, der offenbar das Totenheer kontroliert über einen Eisbarbaren namens Blotgrim reden, und über dessen Schwert, das angeblich 50 Amazonen im Kampf aufwiegen soll.
- Hjallmar macht erste Erfahrungen mit einer für ihn völlig neuen Gabe, als er über einige Entfernung an der Vibration der Erde_spührt_ wie ein Soldat Wasser lässt. Er kann dies noch nicht wirklich einordnen

- Auf dem Rückweg werden die Helden wieder von den weißen Hetzern gejagt, die wie sich herausstelle eben jendem Blotgrim unterstehen, über den die Magi spekulierten.
- Aufgrund des magischen Spiegels erreichen die Amazonen die Helden rechtzeitig und nehmen sie zurück in die Burg.

Grade noch rechtzeitig werden die letzten Bauern in die Burg gebracht, und die wieder funktionisfähige Zugbrücke hoch gezogen, als sich der schwarze Heerwurm ins Vildrom-Tal schiebt.

Gefangen in den Mauern Kurkums/Arnas Beobachtungen

Als die Unterschiedlichen Personen aus den verschiedenen Weilern auf die Amazonen und restlichen Burgbewohner treffen, ergibt sich schnell ein ganz eigenen “soziales Netzwerk” auf Burg Kurkum. Da sind zum einen die verschiedenen Persönlichkeiten der unterschiedlichen Weiler, dann die Amazonen und die Helden, dazu noch zwei Gestalten die Arnas zuvor im Gebirge aufsammelte. Ein Vater und seine Tochter mit Namen Brom und Lobella, zu denen sich Arnas auf merkwürdige Weise hingezogen fühlte.

Ein Fall für Verian

- Verian startete eine Halsbrecherische Sabotage-Aktion ins gegnerische Lager, bei der er wichtige Informationen erhielt, mutmaßliche Paraphernalia entwendete, und ein bisschen was in die Luft jagte…

Rede an die Bauern

Die Evakuierung der Bauernweiler ist abgeschlossen. Die Männer, Frauen und Kinder stehen sitzen und lagern im Burghof, im Knechtehaus und in der Scheune – und der Feind lagert vor den Mauern.
Ein Horn erschallt, dann tritt Schatzmeisterin Shiala aus dem Palas und bleibt stehen. Sie erhebt ihre Stimme:“Ihr Bauern Kurkums, ich heiße euch willkommen auf der Burg der Amazonen. Dies sind schwere Zeiten, und noch schwerere stehen uns bevor. Doch werden wir sie auf dem ein oder anderen Weg bestehen. Ich weiß, dass es euch nicht leicht gefallen ist, eure Höfe und Heime zu verlassen, doch bald schon werdet ihr froh darüber sein, die Mauern Kurkums um euch zu wuseen. Seid gehorsam und habt Vertrauen in die Götter!”

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Hituzuge

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