Entsetzen in Sichelwacht

Baliho/Salthel – Große Teile der Reichsmark Sichelwacht wurden in den letzten Ingerimmtagen 22 von bislang unerklärlichen Kräften vollständig verwüstet.
Die einstmals fruchtbare Landschaft am Goblinsteig (zwischen Roter und Schwarzer Sichel) gleicht einem Meer aus grauem, ekligem Staub. Jahrhunderte alte Baumriesen sind wie von Gigantenhand gefällt und zermahlen, viele dort errichtete Gebäude bis auf die Grundmauern verwüstet. Kein Halm wächst mehr hier – und es sieht so aus, als würde dies in den nächsten Jahren so bleiben. insgesamt mag die Katastrophe, die vor allem die Baronien Ingerimms Steg und Uhdenwald, aber auch Teile von Zollhaus und der tobrischen Baronie Güldenharsch heimgesucht hat, mehr als 500 Todesopfer, darunter die herzögliche Baukolonne, die hier den Passweg zu einer Reichsstraße ausbaute, gefordert haben. Möge Boron ihren Seelen gnädig sein. Über die Ursache der Verwüstungen herrscht bislang in Geweihten- sowie wie auch in Magierkreisen schieres Rätselraten. Sowohl ein Angriff von Drachen aus den nahegelegenen Drachensteinen wie auch ein mächtiger Hexenfluch sind bislang nicht ausgeschlossen, ebenso wenig wie eine göttliche Strafe für einen namenlosen Frevel. Letzteres wird sogar am häufigsten behauptet, da man angeblich Feuerbrände vom Himmel hat fallen sehen. Auch von Geistererscheinungen wird gemunkelt, und den Kadaver eine Kalbes mit zwei Köpfen bekam ich selbst zu Gesicht. Die wenigen Überlebenden, die Licht in die Angelegenheit bringen könnten, befinden sich unter schärfster Bewachung in der Obhut der Zwölfgöttlichen Inquisition und der Noioniten. Es mist mir bislang noch nicht gelungen, mit einem von ihnen zu sprechen.
Überhaupt gibt es hier oben jede Menge Tempelvolk und auch geachtete Magi und Magae aus den Akademien des Reiches: Der bekannte Inquisitor Amando Laconda da Vanya aus Ragath befindet sich ebenso hier wie Abgesandte des Garether und auch des Kusliker Hesinde-Tempels. Spektabilitäten aus Perricum aus Perricum und Punin sowie eine Anzahl von Tempelvorstehern aus Weiden, allesamt misstrauisch beäugt von wohl 100 Kämpen des Bannstrahl-Ordens, die hier gemeinsam mit herzöglich weidenschen Rundhelmen jegliche Hesindegefällige Nachforschung von unbefugter Seite verhindern sollen. Für die nächsten Tage hat sich gar S. Hoheit der Herzog persönlich angekündigt, um sich der Untersuchung anzunehmen. Hoffen wir, dass ein solch praktisch gesinnter Mann auch der Öffentlichkeit die benötigten Informationen zukommen lässt, um Finstersinn und wüste Spekulationen zu vertreiben. Den Männern und Frauen, die hier ausharren, muss noch einmal ein großes Lob gezollt werden, haben doch viele von ihnen die Tage, die wir nicht nennen, am Rande jenes verfluchten Gebietes ausgeharrt und sich von keinem möglichen namenlosen Schrecken vertreiben lassen. Ich hoffe, es ist mir vergönnt, der geneigten Leserschaft bereits in der nächsten Ausgabe mehr berichten zu können.
Yangold di Lazaar, am Zweiten Tage des Jahres 23, Salthel, Weiden

Entsetzen in Sichelwacht

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