Totgeschwiegen

Totgeschwiegen wird in unserer Borbaradkampagne womöglich noch eine Rolle spielen

Wir schreiben den Perainemond des Jahres 1013 B.F. in der kleinen Ortschaft Unterfels, beschaulich gelegen am Ufer des Yaquir wenige Meilen nördlich von Vinsalt. Zusammen mit dem beherzten Traviapriester Bruder Friedwyn und der Hilfe einiger ortsansässiger Büttel gelingt es den Helden, ein nächtliches Ritual des namenlosen Kultes zu stören und eine verstörte junge Frau sowie ein wertvolles, schwer verbranntes Buch zu retten – die Chro-niken von Gor-Azulggûn.
Rätselhaft sind die darin enthal-ten Prophezeiungen:

Das Rattenkinde donnernd lacht,
wenn alte Eiche Feuer fängt,
gar lieblich Opfer ward gebracht,
auf alten Steinen blutgetränkt.

In dunkler Stille, sich’rer Tiefe,
behutsam heilt der wunde Geist,
sie hört ihn nicht selbst wenn er riefe,
verloren ist, wer einsam reist.

Gebannt sein soll der Zwölf‘ Verderben
wenn Sumus Kelch zur Neige geht,
umsonst war all das dunkle Werben,
wenn Vater neben Tochter steht.

und noch viel rätselhafter scheint die Rolle des geretteten Opfers in all dem zu sein. Nur eines wird den Helden alsbald deutlich – die namenlosen Schergen lassen wenig unversucht, die junge Frau wieder in ihre Klauen zu bekommen. Rettung verspricht zunächst das nahe Noionitenkloster St. Banieranswacht, unweit der Stadt Altbomed in den male-rischen Goldfelsen gelegen. Dort soll der wunde Geist der jungen Samira zu alter Stärke zurückfinden und sie dem Griff des Rattenkultes entzogen sein. Doch zwischen täglichem Wahnsinn von Insassen und Gästen zugleich, müssen die Helden alsbald um ihre eigene geistige Gesundheit und ihr leibliches Wohl fürchten Zu spät erreicht sie Bruder Friedwyns Warnung, der wei-tere 3 Strophen der Prophezeiungen ans Tageslicht fördern konnte und den Sinn der ersten 3 damit ins Gegenteil ver-kehrte:


Hallaster sprach, des Herrn Prophet,
entstehen wird ein Kind aus Tod,
wenn Simia hell vor Echse steht,
und alter Hass vor neuem Mond.

Der Brüder zwölfe sollen trauern,
wenn die Schwester gibt zwei Leben,
doch Iblis will‘s nicht recht bedauern,
denn Tochter dreizehn ist ihm Segen.

Der Fund von güld‘nen Hallen naht,
wo feurig Schlund sich drohend rührt,
und des Einhorns jüngste Saat,
den Vater sich‘ren Schrittes führt.

Gebannt sein soll nicht das Verderben wider die Zwölf, sonder das Verderben für den namenlosen Gott, das von ihnen ausgeht. Die junge Samira war nicht das unschuldi-ge Opfer, sondern die Vorbotin des drohenden Übels.

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Totgeschwiegen

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