Unsterbliche Gier

Der Auftrag des Bären ~ 24. Travia 1016 BF
Die Helden werden ins Schloss des Herzogs von Weiden geladen und mit dem Auftrag betraut mysteriöse Verschwinden in ganz Weiden aufzuklären und wenn möglich zu beenden. Eine fürstliche Belohnung von 50 Dukaten pro Nase und Forscherdrang treiben die Helden nun an, diese ehrenvolle Queste im Namen des “Bären” zu beschreiten. Doch dies ist nicht alles, denn der werte Herzog lässt sich nicht lumpen und stattete die Fünfe neben Winterkleidung und allerlei magischem Tand (prophetische Knöchelchen und vor Magie schützende Edelsteine) auch mit Siegelringen aus, was die Abenteurer von nun an zu Grafen von Weiden machte.
Da die Frage um die Reisespesen und die Legitimation ihres Auftrags bei Nachforschungen somit geklärt war, zogen sie in der vom Herzog gestellten Schneekutsche gen Baliho, da dort die meisten Spuren hindeuteten.

Anderath ~ 26 Travia
2 Tage sind vergangen, seitdem die Helden Trallop und das Schloss des “Bären” hinter sich ließen und geschwind wie der Wind durch die Weidener Marken fuhren. Die Tage waren so ereignislos wie kalt gewesen, bis sie schlussendlich nördlich von Baliho, inmitten der Auen des Pandlaril, den Ort Anderath erreichten um dort Rast zu machen.
Auch eine Taverne ließ sich schnell finden, sodass für die Nachtruhe garantiert war. So schien es jedenfalls…
In der Taverne selber traf ein Teil der Gruppe auf einen Söldner, dem das Leid aller Wesen Deres an den Augen abzulesen war. Er erzählte vom Krieg gegen die Orks und den Tod seiner Eltern und seiner Schwester, die sich selbst lebendig begraben haben soll. Zur gleichen Zeit, in einer anderen Ecke der Taverne, schnappt der Einbrecher der Gruppe eine interessante Geschichte auf. Sie handelt von einem Pferdehändler, der in einem Tavernenzimmer Kampflärm gehört haben und eine zerfetzte Leiche gesehen haben will. Andere Gäste konnten dies nicht bestätigen. Jedoch war besagter Händler schon seit einigen Tagen abgereist, wahrscheinlich in Richtung Trallop. Ein anderes Gerücht besagte, dass eine Harpye häufiger über der Stadt kreisend gesehen worden sein soll. Eine ziemlich ungewöhnliche Sache, wie es heißt.
Doch ehe sie entschieden, ob sie ihr Weg zurück nach Trallop oder nach Baliho (wie so oft in den vergangenen Monden) führen sollte, wurden die Helden von der Müdigkeit gepackt und legten sich zur “Nachtruhe”.

“Ich schau doch nur” ~ In der Nacht vom 26 auf den 27 Travia
Denn zur Ruhe kamen die wackeren Recken nun wirklich nicht in dieser Nacht, Boron schien es nach allem nicht gut mit ihnen zu meinen. Denn in tiefster Dunkelheit wurden Hjalmar und der ihn als “Nachtwächter” begleitende Arnas von einer dunklen Kreatur angegriffen. Doch die Kreatur floh vor den beiden, worauf sie natürlich die Verfolgung aufnahmen. Alleine. Möglicherweise war es der leichte Schlaf von Verian, der den beiden in dieser Nacht das Leben rettete: denn er wachte kurze Zeit später vom Lärm der Verfolger geweckt auf, und weckte den Schmied und den Magier, um das Verschwinden der anderen zu untersuchen. Geführt vom Raben Nostradamus traf sich die Gruppe ein ganzes Stück abseits an einem Gehöft wieder, wo Arnas und Hjalmar versuchten eine Scheune zu umzingeln. Nach Klärung der Lage sondierten die Vier besagte Scheune und betraten sie kurz darauf, weswegen sie auch auf die Kreatur trafen.
Es war ein hageres, menschenartiges Wesen. Doch seine permanent wiederholte Phrase “Ich schau doch nur” machte es nicht weniger furchteinflößend, was allerdings eher am Blick des Geschöpfes lag. Ebenjener schien jedem der Helden, die in den Fokus des Wesens traten, langsam die Seele zu entreißen.
Auf dem Heuboden sollten die Helden jedoch keinen Erfolg haben, die Wesenheit sprang unbeschadet die 8 Schritt in die Tiefe und huschte ins Bauernhaus. Um und in dem Haus lagen die (nun ehemaligen) Bewohner des Hauses, teilweise bis zur Unkenntlichkeit zerkratzt. Nach einer längeren Verfolgungsjagd durch das Haus gelang es der Truppe, das Wesen in einer Ecke in der Küche festzuhalten. Der darauf folgende “Kampf” ließ sich eher mit anatomischen Studien vergleichen: egal welches Körperteil sie dem Wesen auch zertrümmerten oder abschlugen, es regenerierte betroffene Stelle sofort, man konnte einem neuen Arm also beim wachsen zusehen. Erst ein silberner Borndorn im Auge der Kreatur rief eine länger währende Verletzung hervor, sodass die Helden vor den Blicken des Geschöpfes geschützt waren.
Doch mit dem ersten Blick Praios´ war auch dieser “Kampf” beendet. Die Verletzungen der Kreaturen verheilten nicht mehr, und nach kurzer Zeit zerfiel das Wesen vollständig zu Asche. Angesichts der psychischen Verletzungen der Helden und des – dem wütigen Hjalmar sei dank – eher unordentlichen Inneren des Bauernhauses war die Gruppe zu schnellem Handeln gezwungen. Einige Stunden eher unangenehmer Erholung machten sie sich, gebeugt durch Firuns eisigen Atem, auf den Rückweg nach Anderath.
Überraschenderweise warteten in dem Gasthaus sowohl Kutscher als auch ihr Gepäck noch auf die Helden von Dragenfeld, die Abereise wurde gesundheitsbedingt auf den nächsten Tag gelegt.
(Nachtrag des Chronisten: die seltsame Kreatur war dieselbe, die Hjalmar Wochen zuvor auf den Weg nach Trallop des Nachts attackierte)

Braunsfurt ~ 27 Travia
Weiter gen Baliho ziehend passierten die Helden den Ort Braunsfurt. Hier wurden die Vorräte wieder aufgefüllt, und das sowohl in Form von Nahrung als auch in Nachrichten. Wobei der Begriff “Nachricht” hier zu große Hoffnungen wecken könnte, da kein seltsamer Vermisstenfall die Ohren der Helden erreichte sondern die Kunde eines “weißen Drachen” auf den Weg nach Baliho. Doch diese Mär wurde ob ihrer geringen Glaubwürdigkeit schnell wieder abgetan, ehe man sich zum weiterreisen rüstete. (Anmerkung des Chronisten: Pustekuchen! Der Drache kam noch!)

Baliho, oder Vamp the Ripper ~ 3 bis 5 Boron
Es war wieder soweit. Baliho – das Ziel zahlreicher Reisen unserer Helden – lag vor ihnen, wie eine Art Anker im narrativen Verlauf der Leben der vier Helden. Als wäre es schon fast Tradition, trug es sie zum Traviatempel, um Mutter Linai die Aufwartung zu machen. Interessiert lauschte sie dem Auftrag der Helden, und begann sich alsbald als Informationsquelle hervorzutun. So erfuhren die Helden von einer Harpyensichtung über Baliho (die Verbindung zu Anderath zu ziehen war ein leichtes) und von mehreren Mordfällen innerhalb der letzten Wochen, alle an Prostituierten verübt. Zu diesem Zeitpunkt verabschiedete sich Verian bereits, um mögliche Berichte der Stadtwache zu sichern. Nach einigem weiteren Geplauder und dem Angebot, die Nächte im Traviatempel zu verbringen, begaben sich auch die anderen Helden wieder auf die Straßen. So durchforsteten Arnas und Ithron das balihoer Rotlichtmillieu und Hjalmar angesichts des fehlenden Swafnirschreins den Efferdtempel besuchte.
Während die Tempelbesucher teils nur beteten und teils weiterhin Meinungen zu neueren Ereignissen aus dem Aventurischen Boten austauschten, war den beiden magisch Begabten wenig Erfolg mit den Prostituierten beschehrt. Kaum jemand hatte etwas gesehen, und für weitere Informationen wurden sie zur Stadtwache geschickt. Der Besuch dort wurde jedoch unnötig, da augerechnet der Berufkriminelle der Gruppe sich mal die Hauptwache angesehen und mithilfe des Siegelrings des Bären sogar Zugang zum Archiv und der Leichenkammer bekommen hatte.
Die Ergebnisse der Untersuchungen waren folgende: in einem stetigen 7-Tage-Rythmus waren Damen der käuflichen Zuneigung auf grausamste Weise ermordet worden – verstümmelt und mit Zeichen der Travia beritzt – außer einmal, wo der Rythmus um einen Tag verzögert wurde. Bei diesem Fall war der Neumond involviert gewesen.
Angesichts der punktförmigen Wunden, die die Helden am Hals des letzten Opfers entdeckten, entwickelten sie eine Theorie, nach der “Der Metzenschnitter” ein Vampir sein musste (wie wohl auch die Kreatur aus Anderath).
Doch bevor die Helden ihre Nachforschungen ausdehnten, suchten Arnas, Hjalmar und Ithron den Borontempel auf um eine Deutung für die beunruhigenden Träume der letzten Tage zu erhalten. Diese erhielten sie auch am nächsten Tag, wurden jedoch zu Stillschweigen über diese Träume verpflichtet.

Der blitzende Nordstern ~ 5 Boron
Am Abend des fünften Boronstages erhielten die Viere einige neue Anhaltspunkte: zum einen sollten sie sich im Spielhaus “Nordstern” umhören, und zum anderen gab es ergibige Nachricht von ihrem Auge am Himmel, Nostradamus. Dieser bestätigte die Gerüchte über die Harpye über Baliho (anscheinend war die Gruppe dieser Harpye noch nicht begegnet), und brachte Nachricht von einer Frauenleiche in einem Baum, unweit von Baliho.
Im Wissen, was ein paar Abenteurern des Nachts alles im Wald passieren konnte, machten sich die Helden auf zum “Nordstern”. Ihr herzoglichen Siegelringe öffneten ihnen auch dort Tür und Tor, sodass sie kurze Zeit später alleine mit dem Besitzer des Etablissements – ein wohl gewandeter Zwerg namens Bavial – in einem Hinterzimmer Informationen einholen konnten. Jedoch lieferte Bavial ihnen kaum neues, sodass man sich dem Glücksspiel zuwandte. Während Hjalmar mit dem Glücksrad beschäftigt war – unter Beobachtung Ithrons – wurden sich Arnas und Verian des Interesses eines jungen Mädchens (sie erlebte vielleicht 19 oder 20 Sommer) gewahr.
Sie scheute jedoch jegliche Kontaktaufnahme, und verließ kurze Zeit später das Lokal. Da nun die Neugier (zumindest einiger) der beiden geweckt war, machten sie sich an die Verfolgung und konnten das Mädchen tatsächlich in einer Seitengasse stellen.
Wie sich herausstellte lautete ihr Name Naja, sie war Novizin im Travia-Tempel und untersuchte auf eigener Faust den Fall des Metzenschnitters, da das letzte Opfer ihre Freundin Malina gewesen war. Sie berichtete den Helden von ihrem anfänglichen Verdacht gegen eine andere Travia-Novizin, die scheinbar sehr fanatisch an ihre Göttin glaubte. Diesen Verdacht hatte sie zu dieser Zeit aber wieder verworfen, da sie in der Nacht zum zweiten Boron Malina als letztes gesehen hatte; zusammen mit einem recht bleichen Mann mit langem Mantel und Zylinder war Malina dann jedoch verschwunden. Auch mit den anderen ermordeten Frauen soll dieser Mann gesehen worden sein.
Man vereinbahrte noch ein Treffen mit Naja am nächsten Abend, ehe sich die Gruppe wieder zum Traviatempel begab um dort Quartier zu beziehen. Immerhin holen sich Leichen nicht von alleine aus den Bäumen, dafür muss man ausgeruht sein.
Jedoch war die Nacht nicht sonderlich ruhig, da Hjalmar auf dem Weg zum Angeln mit zwei seltsam gefertigten Pfeilen beschossen worden war. Die Herkunft dieser Geschosse ist jedoch unbekannt.

Blut im Schnee ~ 6 Boron
Am Morgen des sechsten Boronstages ließen sich die Helden von Brogil nahe der Waldstelle fahren, an der Nostradamus die Leiche im Baum entdeckt hatte.
Doch kaum war der Kutscher wieder verschwunden und die Helden in den Wald getreten, fanden sie eine stark verletzte Frau die aussah wie von einer wilden Bestie angefallen. Tatsächlich war auch ebendies passiert, so berichtete sie. Unweit der Stelle wo sie die Frau fanden, in Höhlengängen die zur Arögrotte (einem Firun-Heiligtum) führten wurde sie plötzlich von einer behaarten Bestie, die sich sowohl auf zwei Beinen als auch auf allen vieren bewegte, attackiert. Erst als sie sich mit einer firun-geweihten Bärenikone wehrte konnte sie die Bestie zurückschlagen und aus der Grotte fliehen. Verfolgt wurde sie nicht.
Nachdem man sich um ihre Wunden gekümmert hatte, brachten sie Helden sie zurück nach Baliho, ehe sie sich aufmachten, besagte Grotte zu erforschen.
Wenig weit entfernt von dem Platz an dem sie die Frau fanden, ca. 10 Minuten Fußmarsch an einem Waldweg entlang, erreichten die Vier besagte Grotte des weißen Hirsches. Gefrorenes Blut klebte am Eingang, unklar ob von einem Jagdopfer eines Firunjüngers oder doch die Bestie die in den Gängen hausen soll. Von Ithrons magischer Fackel erleuchtet beschritten die Helden den fast 3 Schritt breiten Hauptgang der Grotte, von dem immer wieder schmale Gänge abgingen. Der Boden war zum Großteil vereist, im Hintergrund war ein beständiges Tropfen und Scharren zu hören. Als sie in den ersten größeren “Raum” der Grotte kamen – Eiszapfen von bis zu zwei Schritt Länge ragten von der Decke und aus dem Boden – vernahmen sie ein Knurren. Doch so bedrohlich es auch war, so schlecht vermochte man es lokalisieren zu können. Der weitere Weg führte die Abenteurer zum eigentlichen Heiligtum der Arögrotte, einem Schrein des Firun, bestückt mit zwei Bärenstatuetten und einem reich verzierten Opferdolch.
Da sie außer dem Knurren jedoch noch nichts von der Bestie gesehen hatten – ihre einzige Begegnungen mit Lebewesen waren einige Ratten gewesen – sahen sich die Helden gezwungen die engen Seitengänge zu erkunden.
Im Gänsemarsch traten sie so ihren Weg tiefer ins Herz der Grotte an, ehe sie nach kurzer Zeit anhalten mussten: ein gut 2 Schritt großer Fels lag im Weg und musste erklettert werden!
Doch bevor sie dies in Angriff nehmen konnten, sahen sich die vier Recken mit einer Unzahl an Ratten konfrontiert, die ihnen mehr oder weniger auf den Kopf regneten und ihre Zähne in die Gesichter der Vier rammten. Da zeigte sich, dass Ratten nicht umsonst die Tiere des Namenlosen waren: in einer Felsspalte am anderen Ende des Felsens erwartete eine Kreatur, die höchstwahrscheinlich von eben genannter Entität geschickt wurde, die unvorbereiteten Helden. Es war eben jene fellbedeckte, fast humanoide Lebensform, nach der die Helden gesucht hatten.
Nach einem kurzen Gefecht war die Kreatur geflohen und der Gang dank einiger Hjalmar-Hammerschläge versperrt, doch eines stand fest: Das Wesen musste ebenfalls ein Vampir sein! Das belegten die unmenschliche Selbstheilung des Ungetüms und die beiden punktförmigen Wunden die sein Biss hinterließ.

Tod den Unheiligen! ~ 6 Boron
Angeschlagen machten sie sich weiter und kamen in einen größeren Höhlenraum, der einen großen See – gespeist (und deswegen nicht vereist) von einem Bächlein – mit einem großen Fels in der Mitte, enthielt. Doch als Hjalmar seinen Wasserschlauch mit dem Wasser füllen wollte, reichte der See ihm die Hand. Sie war pelzig und krallenbewehrt, und mit seiner gewaltigen Kraft zog der Vampir den Thorwaler ins Wasser. Es gelang ihm aber wieder an Land zu kommen, sodass eine weitaus bessere Kampfsituation als zuvor gegeben war. Im darauffolgenden Kampf gelang es den Helden die Kreatur mit einem Holzstab zu pfählen, sowie je einen versilberten Borndorn in den Hals und zwischen die Augen der Kreatur zu jagen, was erschreckenderweise die Bestie nur wilder anstatt toter machte. Die Folge war, dass sich der Vampir losriss und fortstürmte. Sie versorgten darauf ihre Wunden und kehrten durch den einzigen freien Gang wieder in den großen “Raum” vom Anfang der Grotte zurück. Vom Gedanken besessen aus dieser Höhle zu verschwinden erinnerten sie sich an die Angst der Bestie vor den geweihten Bärenstatuetten und holten ebendiese aus dem Altarraum.
Nun gewappnet machten sich die Helden aus dem Weg hinaus aus dieser Grotte des kalten Todes. Doch vor dem Ausgang – wie hätte es anders sein können – wartete die Bestie. Mit den Firun-Bären bewaffnet ermöglichten Arnas und Verian ihren Gefährten die Flucht aus der Höhle und drängten den Vampir in Richtung Grottenausgang, um auch ihn im hellen Lichte Praios’ zu vernichten. Ein Plan, der ohne die Höhlenwände und die Kletterkünste ihres Gegners erfolgreich gewesen wäre. Um das Biest von der hohen Decke zu locken versah Arnas seinen Raben mit der Bären-Ikone und verließ selbst ebenfalls den Höhlengang. Nostradamus gelang sein Auftrag, allerdings attackierte die Bestie – hin und hergerissen zwischen der Angst vor den Bären und dem Sonnenlicht – den übriggebliebenen Verian. Es riss ihn nieder, und mit mehr Glück als Stärke behielt er die Statuette in Händen, um sie zugleich der zubeißenden Bestie in den Schlund zu schieben.
Das geweihte Holz fraß sich seinen Weg durch den Hals des Unheiligen und trennte ihn zeitgleich von (Un-)Leben und Kopf.
Die Helden verbrannten den Körper im Licht, nahmen aber den Kopf mit, um ihn Mutter Linai zu präsentieren. Ihr eigentlicher Grund in den Wald zu kommen, die Leiche im Baum, schien zu diesem Zeitpunkt mehr als unwichtig.

Oh Herr, stehe mir bei! oder die Segnung der Waffen ~ 6 Boron
Zurück in Baliho suchten die Helden ersteinmal Ruhe und fanden diese im Badehaus. Darauf ging es in Richtung Traviatempel, um Mutter Linai auf den neusten Stand der Dinge und ihr den Kopf des frisch besiegten Vampirs zu bringen. Doch diesen bekam die Geweihte der Travia nie zu Gesicht, da beim betreten des Tempelgeländes die Überreste der unheiligen Kreatur zerfielen.
Als sie das sahen, formte sich eine Idee in den Köpfen unserer Helden: “Doppelt geweiht hält besser!”
Oder mit anderen Worten, mit geweihten Waffen kommt man wei(h)ter! So trennten sie sich, und suchten alle jeweils den Tempel ihrer Gottheit auf – zumindest sofern ein solcher aufzufinden war. Zuerst trat Hjalmar in die Hallen des Efferd-Tempels, während Ithron noch im Traviatempel blieb, und von Mutter Linai 12 der Travia gesegnete Gänsefedern erhielt. Arnas folgte – in Mangel an Satuaria-Stätten – Verian in den Phex-Tempel (den Vorschlag mal die lieben Bannstrahler und sonstigen Praioten nach einer Weihe zu fragen ignorierte er gekonnt). So waren Arnas und Ithron am Ende die einzigen ohne vollzogene Waffenweihe, wobei Ithron noch die Federn und ein Amulett hatte, welches er zuvor der Hesinde weihen ließ.

Vampir ist nicht gleich Vampir ~ 7 Boron
Am Morgen des siebten Borontages begann sich solangsam der Zeitdruck bemerkbar zu machen. Sollte ihre Berechnung stimmen, dann blieben noch zwei Tage und eine Nacht um den Metzenschnitter ausfindig und unschädlich zu machen – zumindest bevor er erneut zuschlägt. Doch auch hatte sich eine gewisse Unlust in die Herzen der Helden geschlichen. So ging Hjalmar beispielsweise mitten am Tage wieder in Richtung Pandlaril um zu angeln. Dieses Mal wurde er nicht angeschossen – zum Glück – sondern von einem Vampir-Goblin angegriffen! So zumindest Hjalmars Vermutung, da das Biest zum einen über ein seltsames Gebiss für einen Goblin besaß, andererseits fürchtete er sich auch extrem vor dem efferd-geweihten Hammer auf dem Rücken des Thorwalers. Mit diesem wurde der Goblin auch sogleich zerlegt und der Kopf als Beweis mitgenommen. So trivial dieses Geschehen auch scheint, gab es den Helden doch einige interessante Hinweise: Nicht alles Geweihte tötet Vampire! So war der Goblin der erste Vampir, der immun gegen das Lichte Praios’ war; und doch wurde er aufgelöst vom Wasser Efferds. Das bestärkte den Entschluss der Massenweihe vom Vortag: möglichst viele Gottheiten abdecken ist sicherer!

Huuurensaugeeeer, ich weiß wo dein Bett schläft! ~ 7 Boron
Gegen Abend trieben sich die Viere wieder im Nordstern herum, in der Hoffnung wieder auf Naja zu treffen. Von ihr erfuhren sie, wo der letzte der Morde stattfand, in einem Lagerhaus im Marktviertel, welches einem Mann namens Elberan gehörte.
Sie hatten nun einen Namen, eine Adresse und ein Gerücht: “Der Vampir ruft den Namen seines nächsten Opfers bevor er das jetzige tötet”
In der Hoffnung, Elberan hatte den Namen des Opfers aufgeschnappt, suchten sie sein Haus auf. Als ihnen niemand öffnete, erfuhren sie bei den Nachbarn, dass Elberan schon seit geraumer nicht mehr gesehen worden war, und dass er ein Haus am Palandril – südlich der Stadt – habe.
Der Verdacht auf den Händler war geweckt, weshalb Verian beschloss später am Abend mal dessen Haus zu “besuchen”. Jedoch befand er schließlich den Lagerschuppen hinter dem Wohnhaus für interessanter – schließlich war dort die junge Malina umgekommen!
Im Schuppen selbst sah der Einbrecher sich kurz um – füllte seinen Vorrat an Wurfmessern auf – und verließ ihn auch recht schnell wieder, als nichteinmal die Untersuchung des Blutflecks etwas ergeben hatte.
Doch als er nach draußen trat sah er, dass er nicht umsonst gekommen war: die Türe vom Haus des Händlers öffnete sich, und eine bleiche Gestalt in Mantel und Zylinder trat hinaus in die Nacht. Ohne zu zögern, doch leicht nervös, heftete Verian sich an die Fersen des Mannes und verfolgte diesen bis ins Rotlichtviertel. Dort hielt er sich auf nur kurz auf, ehe er wieder zurück zum Haus ging.
Das Haus des Metzenschnitters?

A Vampire in the box oder wie man einen Blutsauger fängt ~ Boron 8
Mond des Boron, achter Tag. Nur noch wenige Stunden, dann wird ein Mord geschehen.
Wären da nicht die Helden von Dragenfeld, welche neben Schwarzmagiern, Skeletten und Zombies auch schon drei Vampire erlegt haben.
Um nun vier daraus zu machen, marschierten sie aus Baliho heraus, gen Süden und mit Nostradamus als fliegendes Auge am Himmel. Nach nicht allzu langer Zeit kamen zu einem Haus, in der Nähe des Palandrils. Da freundliches Anklopfen auf mittelreicher Art die Helden nicht ins Haus brachte – und freundliches Klopfen auf thorwaler Art vermieden werden sollte, überließen sie die Tür dem Berufseinbrecher der Truppe. Kaum war das Schloss offen, infiltrierte die Gruppe das Erdgeschoss des Hauses. Sie fanden Küche und Esszimmer, doch keiner der Bewohner war anwesend. So zogen sie hoch auf den Dachboden, wo sie umgeben von jeder Menge Gerümpel einige große Truhen fanden. Die erste der Truhen war leer, doch fanden sie in der zweiten – noch größeren – Truhe dafür umso mehr: Hinter dem schweren Vorhängeschloss und den dicken Eichenbrettern schlief zusammengekauert ein junger Mann. Irritiert wie die Helden waren, wappneten sie sich und weckten den Schlafenden. Er schien – abgesehen davon dass er wohl nicht bemerkt hatte in einer verschlossenen Truhe zu schlafen – recht normal zu sein, und war wie sich herausstellte der Sohn Elberans. Dann offenbahrte er jedoch sein Vampirgebiss, und floh nach einem Angriff aus dem Haus und sprang in die Fluten des Palandrils.
Mithilfe von Nostradamus – der die Rückkehr des jungen Vampir übermittelte – lauerten die Helden ihm im Haus auf, und sperrten ihn wieder in seine Truhe ein (in die er freiwillig zurückgekehrt war). Für eventuelle weitere Studien entschied man sich dann, diese Truhe kurzerhand mitzunehmen.

Lieber Epik ohne Ende, als ein Ende ohne Epik ~ 8 Boron
Auf dem Rückweg nach Baliho haben die Helden sich dann von Brogil abholen lassen – mit einer Truhe samst eingeschlossenem Vampir zu reisen ist eben nicht so angenehm wie sie gedacht hatten (Anmerkung des Chronisten: mit einem Luftdschinn wäre das nicht passiert!). Zurück in der Stadt erholten sie sich kurz und trafen dann ihre letzten Vorbereitungen:
- alles geweihte oder einem Gott heilige wurde mitgenommen
- Naja wurde gewarnt besonders auf sich achtzugeben
- zu guter letzt noch ein Siegestrunk im Vorraus und los ging es!
Am späten Nachmittag dann postierten sie sich in der Nähe von Elberans Haus, doch der vermeintliche Metzenschnitter lies lange auf sich warten. Erst spät in der Nacht öffnete sich Türe, und die lange gesuchte bleiche Gestalt (war es Elberan? Wie auch immer, es musste der Metzenschnitter sein!) trat in die kalte Nacht hinaus. In der Angst voreilig zu handeln folgten sie dem Mann quer durch Baliho und weit durchs Rotlichtviertel. Als der Mann schließlich mit einer Frau mit käuflicher Zuneigung durch die Straßen schritt wurde es den Helden – insbesondere Hjalmar – zuviel der Spannung und sie intervenierten.
So kam es zum großen Kampf der Gruppe gegen den berüchtigten und geheimnisvollen Metzenschnitter! … Es wäre zumindest ein großer Kampf geworden, hätte Elberan nicht nach wenigen Stößen Hjalmars mit dem silbernen Borndorn sein (wenn auch unheiliges) Leben ausgehaucht.
Überrascht, dass dieser Kampf so schnell und einfach bestritten war, gingen die Abenteurer schlafen.

On down, many more to go ~ 9 Boron
Der Metzenschnitter ist geschlagen! Das bestätigt auch die Stadtwache, welche den Toten als Elberan identifizierte. Zeugen gab es nicht – die Prostituierte hat wohl dem Wein zu sehr zugesprochen. Baliho war befreit, doch musste es noch mehr Vampire in Weiden geben. Auch die Vision des Arnas’ betreffend des Zentrums dieser Plage musste nachgegangen werden; immerhin liegt dieses Zentrum im Bereiche Balihos. So studierten unsere Helden die Karten, Archive und Bibliotheken die ihnen zur Verfügung standen… und wurden auch nach einiger Zeit fündig:
Ihr nächstes Ziel soll Nachtschattens Turm sein, ein Turm bewohnt von dem 500jährigen Elf Nachtschatten – welcher schon mit Rohal zusammen gearbeitet haben soll (oder die Kutsche erfunden hat, da streiten sich die Geister// Anm. des. Chronisten).
Doch ist der Turm des Nachtschatten nicht ihr einziger Anhaltspunkt; einen weiteren Hinweis auf starke vampirische Aktivitäten (oder den Ursprung von solchen) fanden sie in einem Weidener Volksmärchen betreffend der Acheburg weiter im Süden. Zu dieser Acheburg soll auch ein seltsamer Wanderer aufgebrochen sein; ein Vampirjäger wie es scheint – mit Knoblauch, einem Stab mit eingelassener Kugel und jeder Menge Wissen bewaffnet.

Nächtliches Attentat, die fünfte ~ 10 Boron
Moosgrund war also das nächste Ziel, welches dank der Kaleschka und Brogil dem ewig Besoffenen gegen Nachmittag (wunderlicherweise OHNE Zwischenfälle jeglicher Art) erreicht wurde. Wie sich herausstellte war Moosgrund ein sehr kleiner, einsamer und vor allem nebeliger Ort (aber sollte Nachtschattens Turm nicht auch inmitten der “Nebelwasser” stehen?). Im örtlichen Schankhaus trafen die Helden jedoch auf ein ihnen bekanntes Problem: keiner wollte über den alten Turm reden. Doch während in Baliho die Menschen einfach das Thema wechseln wollten, so bemühten sich die Moosgrundler die Existenz des Turms zu dementieren…
Da weitere Nachforschungen hier sinnlos waren, ruhten die Abenteurer am Abend, um am nächsten Tag bereit für die Expedition in die Nebelwasser zu sein. Nun ja, sie ruhten alle bis auf Hjalmar (trotz der vergangenen nächtlichen Angriffe) und den ihn begleitenden Verian (eben wegen der nächtlichen Angriffe). Die beiden zogen keine halbe Stunde von Moosgrund entfernt, damit Hjalmar angeln konnte.
Doch als hätten die beiden es herausgefordert, erreichten sie das Ufer des Palandrils nicht. Gestört wurden sie – wie so häufig – von einem Pfeil unbekannter Machart, der plötzlich aus dem Dickicht schoß. Während Hjalmar sein Horn blies versuchte der Horasier den Schützen auszumachen – mit dem Ergebnis dass ein weiterer Pfeil auf die beiden zuflog, diesmal aber von der gegenüberliegenden Seite. Erst als ihre Gefährten eintrafen (direkt bei Hjalmars 2tem Hornstoß), konnten sie dank Arnas’ Rubinauge (dass den magischen Charakter des Schützen offenbahrte) eine Verfolgung aufnehmen, vergebens jedoch.

Äh, ich glaube wir brauchen ein Boot! ~ 11 Boron
Nach der Verfolgungsjadg der vergangenen Nacht waren die Helden nicht allzu munter als sie gen Nebelwasser schritten. Die Sicht reichte nicht weit, die Kälte und der Morast taten ihr Übriges. Doch dann sahen sie ihn, Nachtschattens Turm. Wie ein schwarzer Pfahl aus Granit ragte er ins Blickfeld der Fünfe, noch immer umgeben von dichtem Nebel. Doch viel mehr sahen sie nicht von Turm, da die ihnen gegebene Beschreibung wohl stimmte: der Turm stand INMITTEN der Nebelwasser, umgeben von eiskaltem Nass und nirgends eine Brücke in Sicht. Sie wussten dass ein Bad in diesem Wasser eher ihren Tod bedeuten würde, weshalb sie darauf verzichteten ihn zu betreten.
Das einzige was sie fanden war eine Saphir-Brosche mit einem den Helden unbekannten Wappen darauf und eine weiße Platte, vielleicht aus Horn und nicht viel größer als ein Kopf. Schließlich zogen die Abenteurer den Rückzug an, nicht zuletzt weil Arnas nach der magischen Analyse der Brosche das Bewusstsein verlor.

Und ich schwöre euch, sie war nackt! ~ 11&12 Boron
So unergiebig der Zug zum Turm auch gewesen war, in Moosgrund konnte man den Helden zumindest in anderen Belangen helfen. Zwar ergab die Nachforschung um die ominöse Brosche nichts, doch erfuhren die Helden dass der vermeintliche Vampirjäger unlängst in Moosgrund gewesen und weiter gen Rhodenstein gereist sei.
Damit war ein neues Ziel gefunden und am nächsten Tage fuhren sie in Richtung Rhodenstein. Sie fuhren einige Stunden lang ohne weitere Probleme, als plötzlich eine Achse der Kaleschka brach. Glücklicherweise hatten die Helden Werkzeug dabei und nachdem genügend Holz herangeschafft worden war, machten sie sich mit Brogil an die Reperatur. Doch grade als sie fertig waren erfüllte ein Rauschen die Luft. Es wurde lauter, schneller, bewegte sich auf die Gruppe zu. Dann sahen sie es: ein weißer Drache, sicherlich 15 Schritt lang, flog über ihre Köpfe hinweg in Richtung Wald.
Und als wäre das nicht genug gewesen – hatte sich doch gerade die Mär über den weißen Drachen nahe Baliho bestätigt! – taumelte nur kurz darauf eine Gestalt aus dem Wald. Eine bleiche Firnelfe, so schön wie keine der Frauen die den Männern je untergekommen war!
(Das sie splitterfasernackt war machte den Anblick nur wunderlicher. – Anm. d. Chronisten)
Um sie nicht erfrieren zu lassen luden die Fünfe (Erwähnte ich die ausgeprägte Textilosigkeit der Elfe?? – Anm. d. Chronisten) das zarte Geschöpf in die Kaleschka zum “aufwärmen”.
Wirklich warm wurde in dieser Nacht (es war nach der aufwändigen Reperatur sehr spät geworden) aber nur dem Charmeur Arnas, an dem die Elfe besonders Gefallen fand.

Traue niemals einer Elfe ~ 13 Boron
Wie so häufig im Leben ließ das Schicksal nicht einfach so eine wunderschöne nackte Elfe vor die Füße der Vier (und in Arnas’ Schlafgemach…) fallen. Alles hat seinen Preis. In diesem Fall war der Preis das Rubinauge des Arnas (was wohl das Interesse an ihm erklärt). Da von der verführerischen Diebin jedoch jede Spur fehlte, setzten sie ihren Weg fort nach Rhodenstein auf der Suche nach dem Vampirjäger.
Unerwarteter Weise endete diese Suche um einiges früher als erwartet, aber auch grausiger. Gegen Mittag sahen sie ein Pferd einsam am Wegesrand stehen. Nicht weit davon lag dessen Reiter im Schnee, zerkratzt, erfroren, mit Knoblauch behangen und einem Stab mit einer Kugel neben sich. Sicherlich war der Besuch Golgaris noch nicht lange her, da sie aber auch den Leichnam Borons Hallen übergeben wollten nahmen sie ihn mit, wobei Hjalmar darauf auf dem Pferd neben der Kaleschka her ritt. Eine Überprüfung seiner Notizen zeigten, dass es sich bei dem Mann doch nicht um einen Magier handelte, vielmehr war er ein Ordenskrieger der Hesinde-Kirche, ein Draconiter.
Abends erreichten sie dann Rhodenstein, wo der Körper des vermeintlichen Vampirjägers dem Leib Sumus übergeben wurde.

Schon wieder ein Adliger der was will… ~ 14 Boron
Damit war die Reise nach Rhodenstein recht sinnlos gewesen, ihr einziger Grund hierher zu kommen war den Helden auf dem Weg weggemeuchelt worden. Doch Langeweile kam dieser Tage nicht schnell auf, so erreichte die Helden unterwegs ein Brief des Barons von Menzheim. Er lud die Abenteurer auf sein Schloss ein auf eine persönliche Unterredung. Scheinbar hatten sich ihre Taten bereits herumgesprochen…

Einmal tiefgefrorener Tulamide zum Mitnehmen, bitte! ~ 14&15 Boron
War es nur Zufall, oder tatsächlich bedeutsam dass an ebenjener Stelle an der die nackte Elfe den Fünfen, oder eher Arnas’ Rubinauge, aufgelauert hat nun ein Südländer halberfroren im Schnee lag? Ein kleiner Tulamide, und dem Gepäck nach eindeutig Magier! Doch viel erfuhren sie nicht von dem kleinen Mann, er war den Hallen Borons schon zu nahe. Mit einiger Mühe schafften sie es ihn am Leben zu erhalten, ehe er in Baliho den Händen eines fähigen Heilers überlassen wurde. Erst in einer Woche sollte der kleine Mann genesen.

Freundliche Gastgeber? ~ 17-20 Boron
Menzheim. Tiefster Winter. Etwas abseits des Ortskerns: Die Burg des Barons – Jarl Staubhold von Mersingen-Eberstamm – der hier zusammen mit seiner Tochter Ullgrein von Mersingen-Eberstamm wohnt. Freundlich werden die Helden hier aufgenommen (Brogil quartierte sich im örtlichen Gasthaus ein).
Beim gemeinsamen Abendessen plauderte der Baron ein wenig, unter anderem darüber was er über die Erfolge der vier Helden als Vampirschlächter gehört hatte und sicherte ihnen Unterstützung zu. Es war ein ausgelassener Abend, der Alkohol floß in Strömen und die Baronstochter nötigte auch die ungeschicktesten der Helden mal zu einem kleinen Tänzchen. Besonders an Verian schien sie Interesse zu finden, sie besuchte ihn später noch in seinem Schlafgemach…

Am nächsten Tag kam Verian erst gegen Mittag aus dem Bett, verlassen von all seinen Kräften. Sie verweilten noch eine Zeit auf dem Schloss, sodass Ullgrein dem Horasier ein weiteres Mal einen Besuch abstattete. Diesmal verweigerte er sich jedoch, was sie in Rage versetzte. Er versuchte zu fliehen, doch der Baron versperrte mit seinen breiten Schultern die Tür. Und ehe Verian auch nur die Möglichkeit hatte seinen angeblichen “Bruch des Gastrechtes” zu erklären, spürte er spitze Zähne im Hinterkopf bevor der Baron ihn niederschlug.
Angelockt von dem Radau fanden sich auch die restlichen Vier bald in dem Zimmer ein, doch ihr Kamerad war bewusstlos und wurde bereits versorgt (nur dass der Heiltrank ein Schlaftrank war…).
Hier war es vermutlich Arnas Argwohn, der ihn die Gedanken des Barons überprüfen ließ und ihm die Wahrheit zeigte.
Am nächsten Abend forderte Arnas seine Gefährten (sofern sie nicht bewusstlos waren) auf aus dem Schloss zu verschwinden. Kein einfaches Unterfangen, befand sich Melwin (ohne Wissen der anderen) bereits im Kerker (er war unvorsichtigereise auf eine weitere Einladung zum Abendessen eingegangen) und Hjalmar und Verian noch im Tierfschlaf (Hjalmar hatte von dem “Heiltrank” gekostet).
Bis zu letzt hielten Graf und Tochter ihre Fassade aufrecht – doch auch sie fiel schließlich und nach einem spektakulären Kampf außerhalb der Burgmauern, konnten die beiden Vampire vernichtet werden. Danach nahm man sich die vom Baron versprochen Belohnung aus dem Schloss.
Und noch etwas fand man: Das Wappen der Menzheimers, war das selbe Wappen, dass zuvor auf einer Brosche an Nachtschattens Turm gefunden worden war, doch zunächst bekamen die Helden unerwarteten Besuch…

Die Prophezeiungen von Katze und Eule
Eine der Prophezeiungen die Arnas während der letzten Tage empfangen hatte, sollte sich nun auflösen. Als er die Knochen warf lag der Eulenknochen schräg zum Katzenknochen – eine Querverbindung zwischen Eule und Katze die in diesem Fall sogar wörtlich gedeutet hätte werden können: Als sie ihr nächstes Ziel, die Acheburg nämlich doch noch untersuchten(und nichts außer einem grausigen alten Gemäuer und ein paar Ghulen fanden), erschien den Helden die Eulenkönigin und überbrachte ihnen eine dringliche Botschaft der Hexe Luzelin, deren Vertrauten- und Seelentier die Katze ist.

Luzelins Ende und die Enthüllung einer Mörderin.
Als die Fünfe die Grotte der Hexe erreichten, war es schon spät am Abend. Nur zu gut erinnerten sich die Helden an ihren ersten Besuch im Blautann. Damals hatte der Wald sie nicht sofort passieren lassen, so war es ihnen vorgekommen – diesmal schien er sich zu beeilen ihnen den Weg zu zeigen. Luzelin, enthüllte der Gruppe nun ein Geheimnis, welches vor allen anderen Ithron Mindolluin verändern sollte. In einem komplizierten Ritual braute sie ohne viele Fragen zu beantworten ein Gebräu in ihrer Hexenküche und Tunkte daraufhin eine Nadel besonderer Machart hinein und hielt sie einem jeden an den Finger. Nur Ithron schmerze der Stich nicht und sie tätowierte ihm an dieser Stelle das Bild einer sich in den Schwanz beißenden Schlange auf die Brust – das zweite Zeichen. Nachdem dies geschafft war enthüllte Luzelin den Helden dass sie selbst Opfer eines Vampirangriffs geworden war, ihr Blutdurst war nicht mehr zurückzuhalten und sie flehte die Helden an sie zu töten.
Schließlich starb sie in Arnas Armen, da sie als traviaverfluchter Vampir, in dieser zu Staub zerfiel. Im Moment ihres Todes enthüllte Luzelin Arnas außerdem den Namen der Mörderin seiner Mutter: Azaril Scharlachkraut .
Ihre Katze und vertrautes Tier, aß nichts mehr, egal wie die Helden sich auch bemühten. Sie rollte sich über ihrer ehmaligen Herrin zusammen und schlief ein – für immer.

Streit um die Nachfolge
Luzelin war noch nicht beerdigt als schon die ersten Hexen an ihrer Grotte auftauchten um den Anspruch auf ihre Nachfolge zu erheben. Achaz, eine ausgestoßene Hexe kämpfte hier kurz mit den Helden, wurde aber schließlich von Gwynna, der Hex vertrieben. Diese trat dann nach einer angemessenen Bestattung Luzelins auch deren Nachfolge an – mit dem versprechen die Hexen für die bevorstehen Zeiten zu einen – was zumindest im Blautann bereits ansatzweise gelang. Gwynna überreichte den Helden an dieser Stelle auch eine Hälfte ihres Zauberspiegels.

Mit den letzten Hinweisen die sich teilweise aus dem Gespräch mit Luzelin, teilweise aus deren Testament, ergeben hatte war nun klar – es ging zum Nachtschattenturm, und zwar schnell denn beim nächsten Neumond, so hatte Arnas die Sterne gedeutet, würde eine große Beschwörung bevorstehen – und er sollte Recht behalten

[Fortsetzung folgt]
Anmerkung des Meisters:

Es fehlt nun noch:
*Finale in Nachtschattens Turm

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Unsterbliche Gier

Die 7 Gezeichneten SunnierThanBlack